Vorkongress 2017

„Was ist der Unterschied zwischen Zivilisation und Kultur?“, fragte mich der Geschäftsführer einer Kundenorganisation. Auch als Experte für Kulturentwicklung war ich erst mal sprachlos. Nun kenne ich die Antwort. Der Geschäftsführer hat sie mit mir geteilt: „Zivilisation ist, wenn man Sanitäranlagen hat. Kultur ist, wenn man sie auch nutzt.“ Schmunzelnd freute ich mich über die Metapher. Sie passt zu unserer Arbeit. Auch in Unternehmen ist nicht entscheidend, wie schön Leitbild, Werte und weitere Kulturelemente in Hochglanzbroschüren beschrieben sind. Entscheidend ist, das sie gelebt werden. Dabei unterstützen wir unsere Kunden. 

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Aktuelle Buchveröffentlichung
Leadership für eine neue Zeit. Die Regeln unseres Wirtschaftslebens ändern sich. Getrieben vom Wandel zur Wissensgesellschaft, Digitalisierung, Social Media und einer neuen Generation von Mitarbeitern, die in die Unternehmen drängt. Die Diskussion um den Wandel wird aus einer technologischen Perspektive geführt. Die vierte industrielle Revolution wird verkündet. Die Digitalisierung gipfelt im Zukunftsprojekt Industrie 4.0.

Die erste industrielle Revolution war die Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft. Es folgte die Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie. An dritter Stelle schloss sich die weitere Automatisierung der Produktion unter Einsatz von Elektronik und IT an. Und jetzt zeichnet sich die Industrie 4.0 durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen aus. So werden starre funktions- und abteilungsgebundene Organisationsstrukturen obsolet. Hierarchische Strukturen werden zunehmend von dynamischen und flexiblen Unternehmensnetzwerken abgelöst. Was bedeutet das für Führung?

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Kulturentwicklung und Kooperationsberatung

Das Thema Kulturentwicklung boomt. Siemens-Chef Joe Kaeser will eine Gründerkultur. Dr. Dieter Zetsche, Daimler AG fordert eine neue Führungskultur (siehe auch meinen Blogbeitrag vom 01. Mai 2016). Allianz-Chef Bäte sagt „Wir sind das Problem.“ Jeder hat Angst Fehler zu machen. Jürgen Fitschen, bis Mai 2016 Co-Chef der Deutschen Bank glaubt nicht an die Führung mit harter Hand. Er ist davon überzeugt, dass sich vielleicht gehorsam erzwingen lässt, Spitzenleistung ganz sicher nicht. Eine gemeinsame Botschaft teilen sie: moderne Unternehmensführung funktioniert nicht mehr mit Druck von oben nach unten. Eine neue Kultur zeichnet sich durch Freiräume, Kooperation, Wertschätzung und Vertrauen aus.

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In Resonanz mit dem gemeinsamen Rhythmus

Eine gemeinsame Komposition zur Kulturentwicklung

Fortschritt hängt nicht allein von technologischer Innovation ab, sondern auch von der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. In der Automobilindustrie steht Kulturentwicklung aktuell oben auf der Tagesordnung. Die bekannten Automobilhersteller ob mit Stern, vier Ringen oder der Freude am Fahren sehen ihre möglichen neuen Wettbewerber aus dem Silicon Valley kommen.

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche fordert von den Führungskräften, dass sie schneller lernen, was funktioniert und was nicht. Das sieht er als Voraussetzung, um den digitalen Wandel zu meistern. Sein Hebel für diese Veränderung ist eine neue Führungskultur.

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Mitarbeiter zum Erfolg führen

system worx Leadership Forum

Führungskräfte können vom Sport lernen. Anfang des Jahres gab es zwei sportliche Sensationen. Angelique Kerber gewann das Grand-Slam-Tunier in Melbourne. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft gewann die Europameisterschaft. Angelique Kerber ließ sich von Steffi Graf coachen. Bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft gilt der Trainer Dagur Sigurdsson als Vater des Erfolgs. Aus beiden Ereignissen können Führungskräfte lernen: Wer Mitarbeiter zum Erfolg führen will, muss ihnen ihre Zweifel nehmen und ihnen absolut vertrauen.

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In der VUCA Welt handlungsfähig bleiben

Die Unternehmenswelt ist volatil, unsicher, komplex und ambivalent (VUCA) geworden. Erfahrene Führungskräfte stoßen mit bisher bewährten Tools und Werkzeugen an Grenzen. Führungskräfte stehen der Anforderung gegenüber, sich in dieser neuen Welt zu recht zu finden. Das geht nur, wenn sich Führung ändert. Aber wie? Wir erleben, dass sich Führungskräfte aktuell sehr für systemische Konzepte interessieren. Systemische Konzepte und Tools helfen, in dieser neuen Welt handlungsfähig zu bleiben.

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Das Buch zur system worx Weiterbildung SBP

Unser Buch ist nun zu haben. Jeder der schon mal ein Buch herausgegeben hat, weiß wie sich das anfühlt. Nach einer anstrengenden Bergtour, endlich den Gipfel erreicht zu haben. Jaakko Johannsen und ich brachten das Buch Handwerkszeug der systemischen Beratung heraus. Das Buch entstand begleitend zu unserer system worx Weiterbildung Systemische Beratung Professionsgruppe. Ich habe den Start dieser Weiterbildung im Oktober 2014 hier schon beschrieben. In der systemischen Beratung Professionsgruppe widmen sich die Teilnehmer den grundlegenden Fertigkeit ihrer Profession. Im Sinne der guten Handwerkskunst steht das Einüben im Vordergrund. Von zwei der zehn Bausteine in denen ich selbst im ersten Durchgang aktiv war, habe ich berichtet (Lösungsorientierte Fragen und Genogrammarbeit).

Die einzelnen Kapitel sind von den system worx Partnern geschrieben. Jeder Autor hat eine besondere Vorliebe zu dem von ihm gewählten Thema.

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Kultur führt

Führungstheorien im Wandel

Führung legt aktuell den Fokus auf Kultur. Der italienische Regierungschef geht mit gutem Beispiel voran. Er unterstützt nicht die Militärfront gegen Syrien, statt dessen verteilt er Kulturgutscheine an seine Landsleute. Mariott Stollsteiner, Künstlerin und Unternehmensberaterin kämpft schon seit Jahren für den Nutzen der Kunst im Unternehmen. Am Ende ist entscheidend, nicht in der Betrachter-Rolle zu verharren, sondern aktiv am Geschehen teil zu nehmen.

Ein kurzer Rückblick hilft den Wandel der Führungstheorien nach zu vollziehen. Die ersten Führungstheorien waren geprägt von einem einfachen Ursache-Wirkungsdenken. In den 20er Jahren waren die Untersuchungen darauf ausgerichtet, die Merkmale  von Führungspersönlichkeiten herauszufinden. In den 30er Jahren wurde die Diskussion um Führungsstile „autoritär – demokratisch – laissez-faire“ (Kurt Lewin 1938–1940) geführt. Das Verhalten der Führungskraft gegenüber Mitarbeitern stand im Vordergrund. „Kommandieren, Kontrollieren und Korrigieren“ waren zu diesem Zeitpunkt die Aufgaben der Führung.

In den 60er Jahren rückten die Mitarbeiter vermehrt ins Blickfeld der Aufmerksamkeit. Blake und Moutan integrierten in ihrem Managerial Grid die Mitarbeiterorientierung. Hersey und Blanchard erklärten in ihrem Modell des situativen Führens passendes Führungsverhalten abhängig vom Reifegrad des Mitarbeiters. „Fordern, Fördern, Feedback“ wurden zu den Schlagworten der Führung.

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Der einsame Projektleiter hat ausgedient

xDrive ist der Markenname eines deutschen Automobilherstellers für Allradantrieb. Bisher dachte ich, Allradantrieb hilft vor allem im Winter bei Eis und Schnee. Doch der Allradantrieb spielt  auch auf trockener Straße und bei zügiger Kurvenfahrt seinen Vorteil aus. Die ganze Motorleistung wird in pure Beschleunigung umgesetzt. Ich bin begeistert. Schneller und sicherer am Ziel mit Freude am Fahren. Das wünscht sich auch der ein oder anderer Projektleiter bei der Umsetzung von Veränderungsprojekten.

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Übergänge gestalten

Mit Ritualen schneller vorankommen

Rituale helfen Übergänge bewusst zu gestalten. Es sind oft nicht die äußeren Fakten, sondern das innere Erleben. Für viele reicht der Ortswechsel im Urlaub nicht mehr aus, um den Übergang zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu markieren. Auch im Urlaub gehen vielen Menschen die Arbeitsthemen noch Tage nach. Im Coaching beklagen sich Führungskräfte, dass die dringend notwendige Erholungszeit zu Ende ist, bevor sie spüren, dass sie begonnen hat. Rituale können helfen, schneller umzuschalten. 

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