Haltungsarbeit für eine agile Welt

Wenn sich sehr unterschiedliche Perspektiven miteinander verbinden

Agilität, Selbstorganisation, Führung im Wandel, Kulturentwicklung sind Themen, die mein Herz höher schlagen lassen. Agilität ist in alle Munde und wird als Heilsversprechen im Umgang mit der VUCA-Welt durch einschlägige Publikationen getrieben. In unseren Kundenprojekten erlebe ich wie agile auf traditionelle Arbeitsformen treffen. Hier entstehen Spannungsfelder in denen sich Organisationsmitglieder mit viel Unverständnis aneinander abarbeiten. Da stehen sich die Traditionalisten unversöhnlich den Modernisierern gegenüber. Aus einer systemischen Perspektive gestehe ich jedem seine Sicht zu. Auf einer menschlichen Ebene stellt sich die Frage: Wie gehen wir mit unterschiedlichen Sichtweisen um? Mit einer lösungsorientierten Haltung, lautet die Frage ganz konkret: Wie gestalten wir hybride Organisationsformen?

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Mit Zuversicht ins neue Jahr

Der Gewinn von Unerwartetem

Zum Start in das neue Jahr hatten wir im Alpenland mit unglaublich viel Schnee zu kämpfen. Die witterungsbedingten Einschränkungen schenkten mir die notwendige Zeit nicht nur das vergangen Jahr Revue passieren zu lassen. Ich schätze den Rückblick auf längere Zeiträume. Und dann mit großer Freude zu sehen, wie sich Themen in ihrer ganz eigenen Geschwindigkeit entwickelen.

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Stärken stärken

Ein neuer Trend im Mitarbeitergespräch?

Das Mitarbeitergespräch, ob anlassbezogen bei Fehlern beziehungsweise mangelnder Leistung oder als jährlich durchzuführende Routine, ist mehr und mehr zur leidigen Pflichtübung verkommen. Als motivierendes Führungsinstrument wirkt es nur noch in den seltensten Fällen. Die vorherrschende Schwächen- beziehungsweise Defizitorientierung raubt auch den hartgesottenen Mitarbeitern ihre letzte Motivation. Zwei unserer Kunden sind unabhängig mit der Bitte auf mich zugekommen, ob ich sie bei der Einführung eines stärkenorientierten Mitarbeitergesprächs unterstützen kann. Ziel ist es, aus einer lästigen Pflichtübung wieder ein motivierendes Führungstool zu schaffen. In den Implementierungs-Workshops galt es, tiefsitzende Überzeugungen und Gewohnheiten der Führungskräfte zu überwinden.

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Systemisches Unternehmertum fördern

Ein gesellschaftlicher Beitrag von system worx

Mit project1 starten wir bei system worx eine Initiative, Unternehmertum zu fördern. Wir bringen junge und kreative Menschen mit dem Ziel zusammen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Es geht dabei um die Verwirklichung einer Geschäftsidee mit der Unterstützung und Expertise von den system worx Partnern und Beratern. Ich sehe in dieser Initiative auch einen gesellschaftlichen Beitrag. Ich bin überzeugt davon, dass viele aktuelle Probleme unserer Welt, sich durch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln lösen lassen.

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Drei Monate mit der Familie in Südafrika

Langer Urlaub oder Sabbatical?

Die Tage mit Blick auf‘s Meer, bei angenehmen 25 Grad und Sonne satt sind gezählt. In drei Tagen wird uns die aktuelle Kältewelle in Deutschland empfangen. Zu Beginn der drei Monate intensiver Familienzeit in Südafrika war die Frage relevant, „Ist das ein Urlaub oder ein Sabbatical?“. Als Urlaub fühlten sich die drei Monate megalang an. Als Sabbatical sind drei Monate der kürzeste Zeitraum, der sich noch als Sabbatical bezeichnen lässt. Mit dem Kurzzeitsabbatical mischte sich Wehmut, „Schade, nur so kurz.“ Allein die Bezeichnung der vor einem liegenden Zeit, machte einen Unterschied auf das Ausmaß der Vorfreude.

Im Rückblick an Hand des konkreten Erlebens lässt sich die Frage leicht beantworten.

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Unser Buch ist erschienen

Zu Feedback gibt es in unserer Branche eine unübersichtliche und heterogene Wissensansammlung. Wir experimentieren schon seit geraumer Zeit mit lösungsorientierten Feedbackvarianten und Feedforward. 2010 teilten Markus und ich die ersten Ideen dazu auf einem Vorkongress mit dem Thema „Solution Focused Leadership“. Ich entwickelte für unsere Beraterweiterbildung „Systemisches Tool Camp“ einen ganzen Baustein zum Thema Lösungsorientierung. Veronika gab 2013 auf dem Symposium der Systemischen Peergroup München eine Einführung mit Erfahrungsübung zum Thema Feedforward. Aus dieser lösungsorientierten Perspektive vertiefen wir in diesem Buch das Thema Feedback ganz allgemein. Und zeigen im weiteren Verlauf auf, wie wir Feedback, Lösungsorientierung und 360°-Feedback zueinander in Beziehung setzen.

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Vorkongress 2017

„Was ist der Unterschied zwischen Zivilisation und Kultur?“, fragte mich der Geschäftsführer einer Kundenorganisation. Auch als Experte für Kulturentwicklung war ich erst mal sprachlos. Nun kenne ich die Antwort. Der Geschäftsführer hat sie mit mir geteilt: „Zivilisation ist, wenn man Sanitäranlagen hat. Kultur ist, wenn man sie auch nutzt.“ Schmunzelnd freute ich mich über die Metapher. Sie passt zu unserer Arbeit. Auch in Unternehmen ist nicht entscheidend, wie schön Leitbild, Werte und weitere Kulturelemente in Hochglanzbroschüren beschrieben sind. Entscheidend ist, das sie gelebt werden. Dabei unterstützen wir unsere Kunden. 

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Aktuelle Buchveröffentlichung
Leadership für eine neue Zeit. Die Regeln unseres Wirtschaftslebens ändern sich. Getrieben vom Wandel zur Wissensgesellschaft, Digitalisierung, Social Media und einer neuen Generation von Mitarbeitern, die in die Unternehmen drängt. Die Diskussion um den Wandel wird aus einer technologischen Perspektive geführt. Die vierte industrielle Revolution wird verkündet. Die Digitalisierung gipfelt im Zukunftsprojekt Industrie 4.0.

Die erste industrielle Revolution war die Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft. Es folgte die Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie. An dritter Stelle schloss sich die weitere Automatisierung der Produktion unter Einsatz von Elektronik und IT an. Und jetzt zeichnet sich die Industrie 4.0 durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen aus. So werden starre funktions- und abteilungsgebundene Organisationsstrukturen obsolet. Hierarchische Strukturen werden zunehmend von dynamischen und flexiblen Unternehmensnetzwerken abgelöst. Was bedeutet das für Führung?

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Kulturentwicklung und Kooperationsberatung

Das Thema Kulturentwicklung boomt. Siemens-Chef Joe Kaeser will eine Gründerkultur. Dr. Dieter Zetsche, Daimler AG fordert eine neue Führungskultur (siehe auch meinen Blogbeitrag vom 01. Mai 2016). Allianz-Chef Bäte sagt „Wir sind das Problem.“ Jeder hat Angst Fehler zu machen. Jürgen Fitschen, bis Mai 2016 Co-Chef der Deutschen Bank glaubt nicht an die Führung mit harter Hand. Er ist davon überzeugt, dass sich vielleicht gehorsam erzwingen lässt, Spitzenleistung ganz sicher nicht. Eine gemeinsame Botschaft teilen sie: moderne Unternehmensführung funktioniert nicht mehr mit Druck von oben nach unten. Eine neue Kultur zeichnet sich durch Freiräume, Kooperation, Wertschätzung und Vertrauen aus.

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In Resonanz mit dem gemeinsamen Rhythmus

Eine gemeinsame Komposition zur Kulturentwicklung

Fortschritt hängt nicht allein von technologischer Innovation ab, sondern auch von der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. In der Automobilindustrie steht Kulturentwicklung aktuell oben auf der Tagesordnung. Die bekannten Automobilhersteller ob mit Stern, vier Ringen oder der Freude am Fahren sehen ihre möglichen neuen Wettbewerber aus dem Silicon Valley kommen.

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche fordert von den Führungskräften, dass sie schneller lernen, was funktioniert und was nicht. Das sieht er als Voraussetzung, um den digitalen Wandel zu meistern. Sein Hebel für diese Veränderung ist eine neue Führungskultur.

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