Autor: Thilo Leipoldt

Kultur führt

Führungstheorien im Wandel

Führung legt aktuell den Fokus auf Kultur. Der italienische Regierungschef geht mit gutem Beispiel voran. Er unterstützt nicht die Militärfront gegen Syrien, statt dessen verteilt er Kulturgutscheine an seine Landsleute. Mariott Stollsteiner, Künstlerin und Unternehmensberaterin kämpft schon seit Jahren für den Nutzen der Kunst im Unternehmen. Am Ende ist entscheidend, nicht in der Betrachter-Rolle zu verharren, sondern aktiv am Geschehen teil zu nehmen.

Ein kurzer Rückblick hilft den Wandel der Führungstheorien nach zu vollziehen. Die ersten Führungstheorien waren geprägt von einem einfachen Ursache-Wirkungsdenken. In den 20er Jahren waren die Untersuchungen darauf ausgerichtet, die Merkmale  von Führungspersönlichkeiten herauszufinden. In den 30er Jahren wurde die Diskussion um Führungsstile „autoritär – demokratisch – laissez-faire“ (Kurt Lewin 1938–1940) geführt. Das Verhalten der Führungskraft gegenüber Mitarbeitern stand im Vordergrund. „Kommandieren, Kontrollieren und Korrigieren“ waren zu diesem Zeitpunkt die Aufgaben der Führung.

In den 60er Jahren rückten die Mitarbeiter vermehrt ins Blickfeld der Aufmerksamkeit. Blake und Moutan integrierten in ihrem Managerial Grid die Mitarbeiterorientierung. Hersey und Blanchard erklärten in ihrem Modell des situativen Führens passendes Führungsverhalten abhängig vom Reifegrad des Mitarbeiters. „Fordern, Fördern, Feedback“ wurden zu den Schlagworten der Führung.

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Der einsame Projektleiter hat ausgedient

xDrive ist der Markenname eines deutschen Automobilherstellers für Allradantrieb. Bisher dachte ich, Allradantrieb hilft vor allem im Winter bei Eis und Schnee. Doch der Allradantrieb spielt  auch auf trockener Straße und bei zügiger Kurvenfahrt seinen Vorteil aus. Die ganze Motorleistung wird in pure Beschleunigung umgesetzt. Ich bin begeistert. Schneller und sicherer am Ziel mit Freude am Fahren. Das wünscht sich auch der ein oder anderer Projektleiter bei der Umsetzung von Veränderungsprojekten.

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Übergänge gestalten

Mit Ritualen schneller vorankommen

Rituale helfen Übergänge bewusst zu gestalten. Es sind oft nicht die äußeren Fakten, sondern das innere Erleben. Für viele reicht der Ortswechsel im Urlaub nicht mehr aus, um den Übergang zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu markieren. Auch im Urlaub gehen vielen Menschen die Arbeitsthemen noch Tage nach. Im Coaching beklagen sich Führungskräfte, dass die dringend notwendige Erholungszeit zu Ende ist, bevor sie spüren, dass sie begonnen hat. Rituale können helfen, schneller umzuschalten. 

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Kulturentwicklung als Wachstumsmotor

6. Symposium der systemischen Peergroup München

Fortschritt hängt nicht allein von technologischer Innovation ab, sondern auch von der Weiterentwicklung unserer Gesetzte und sozialen Normen. Auf der einen Seite steht der technische Fortschritt mit seinen Erfindungen, auf der anderen die sozialen Normen und Regeln. Die Unternehmenskultur ist die Grundgesamtheit gemeinsamer Werte, Normen und Einstellungen, welche die Entscheidungen, die Handlungen und das Verhalten der Organisationsmitglieder prägen. Kultur ist die Musik, die niemand hört, zu der dennoch alle tanzen. In vielen Unternehmen wird darüber geklagt, dass nur wenige Mitarbeiter wirklich mit Leidenschaft anstehende notwendige Veränderungen angehen. In meinem Symposiumsbeitrag am 10. Januar 2015 will ich Perspektiven eröffnen, wie Kulturentwicklung die gestaute Energie dazu frei setzen kann.

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Mit Baby-Steps den Schweinehund verzaubern

Zwischen den Jahren ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Was habe ich mir für das vergangene Jahr vorgenommen? Was habe ich erreicht? Was wünsche ich mir in Zukunft anders? Viele haben mit Silvester-Vorsätzen schlechte Erfahrungen gemacht. Es fehlt das magische Wissen für die Umsetzung. Das Vorsichherschieben setzt sich meist durch. Misserfolgserlebnisse nähern den inneren Schweinehund. Was ist das Erfolgsgeheimnis für gelebte Veränderung? In der Teambegleitung als Alternative für Team-Workshops wirkt es. Sogar in einem aktuellen Ernährungsratgeber habe ich das lösungsorientierte Prinzip des Baby-Steps entdeckt. Es funktioniert. 

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Sich von familiären Verhaltensmustern lösen

SBP Baustein 4: Genogrammarbeit

Weihnachten ist ein Familienfest. Menschen wollen an Weihnachten mit ihrer Familie zusammen sein. Erwartungen und Sehnsüchte treffen aufeinander. Auf familiäre Gewohnheiten und Verhaltensmuster ist Verlass. An Weihnachten treten diese gerne deutlich zu Tage. Darin steckt die Chance, sich familiäre Prägungen bewusst zu machen. Häufig beeinflussen diese Prägungen und Gewohnheiten uns auch im beruflichen Kontext.

Aus einer systemischen Sicht sind Menschen mit ihren Problemen und deren Lösungen unausweichlich mit dem Kontext verbunden. Das einflussreichste System, in das wir eingebunden sind, ist unsere Familie. Alte Prägungen und aus der Familie übernommene Verhaltensmuster wirken häufig auch in aktuellen beruflichen Situationen. Bemerkbar ist das, wer sich im Nachhinein wundert, wie er in der ein oder anderen Situation reagiert hat.

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Teambegleitung statt Team-Workshop

Lösungsorientierung spart Zeit, Geld und Nerven

In konfliktbehafteten Teamsituationen sind zweitägige Team-Workshops die naheliegenste Maßnahme. Bei Teamgrößen bis zu 10 Personen gibt es eine elegante Alternative. Mit einer lösungsorientierten Teambegleitung werden in homöopathisch gut verdaubaren Dosen nachhaltige Ergebnisse erzielt.

Das Teamverhalten läuft aus dem Ruder. Der Umgangston im Team sowohl mündlich als auch per E-Mail ist rau. Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt klappt nicht. Die Führungskraft ist erschüttert über sein Ergebnis im „Leadership Feedback“. Die Selbsteinschätzung und die Bewertungen der Mitarbeiter gehen fast zu 100% auseinander.

Die Verantwortlichen rufen nach einem Team-Workshop.

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Systemische Beratung Professionsgruppe

Baustein 2: Lösungsorientierte Fragen
Baustein 1 zum Thema Auftragsklärung hat statt gefunden. Die Erwartungshaltung der Teilnehmer passte zu dem Konzept der Professionsgruppe Systemische Beratung. Die Teilnehmer wollten üben, üben, üben, in der Beraterrolle Sicherheit bekommen, verschiede Beratungsstile von Lehrtrainern erleben, Impulse für die eigene Beratungsarbeit bekommen, systemische Interventionen in Fleisch und Blut übergehen lassen sowie Erfahrungen mit Kollegen austauschen. Es war ein

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Die gute Handwerkskunst

Systemische Beratung Professionsgruppe

Der Weiterbildungsmarkt ist unübersichtlich. Ein Meer an Angeboten. Die Anbieter kreieren neue Methoden, um die Aufmerksamkeit der Weiterbildungsinteressierten zu erlangen. Sich den grundlegenden Fertigkeit seiner Profession zu widmen, scheint dabei aus dem Blick zu geraten. Im Sinne der guten Handwerkskunst bieten wir Beratern und Coaches an, sich intensiv mit den Grundlagen systemischer Methoden und Interventionen zu beschäftigen.

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Die Lebensmitte als Wendepunkt

Umprogrammieren statt Resignieren

Im letzten Dezember schrieb ich über die Mitte des Lebens. Die Lebensmitte ist voll und dicht. Und was die Lebensmitte wirklich fordert, war mir da noch nicht bewusst. Ob Beruf, Familie oder Freunde: Jetzt weiß man, was man hat und man weiß, wie es geht. Und gleichzeitig ist man mit seinen eigenen Grenzen konfrontiert. Es geht nicht mehr alles. Der eigene Körper lässt es einen spüren. Die Haare gehen aus und wachsen an Stellen, an denen man es nicht für möglich gehalten hat. Mit den eigenen Kindern hält man im Sprint nicht mehr mit. Ein Glas Bier oder Wein zu viel und am nächsten Tag quält einen Kopfdröhnen. Und dann wird einem bewusst, die Zukunft wird kürzer als die Vergangenheit. Jetzt ist klar, dass die zweite Lebenshälfte nicht auf die gleiche Art zu leben ist wie die Erste. Carl Gustav Jung verglich die erste Hälfte auf der Lebensuhr mit der aufgehenden Sonne und die zweite Hälfte mit der untergehenden Sonne.

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